Mein Weg zum Yoga


Viele Jahre lang war ich der überzeugten Meinung: " Yoga - das ist nichts für mich! "

Ich hatte die Vorstellung, Yoga bestehe entweder aus zirkusreifen Verrenkungen menschlicher Körper oder endlosem - in Räucherstäbchenwolken eingehülltem Sitzen und dem Murmeln fremdartiger, religiöser Texte.

Heute würde ich sagen: Yoga mich gefunden. Allerdings brauchte es dafür ein einschneidendes Erlebnis in meinem Leben.


Kurz nach der Geburt meines zweiten Kindes wurde bei diesem eine schwere Hirnfehlbildung diagnostiziert. Die Prognosen der Ärzte ließen alle bisherigen Zukunftspläne im Wind verwehen und ich fand mich von heute auf morgen mittendrin in einem Alltag, der fast ausschließlich aus Krankenhausaufenthalten, Arztbesuchen, Therapie und der Organsation des Tagesablaufes mit einem schwerbehinderten Kind.

Das stellte unser gesamtes Familienleben erst einmal ordentlich auf den Kopf.

Dinge die mir vorher unheimlich wichtig waren, waren plötzlich völlig nebensächlich. Dafür tauchten ganz neue Themen und Gedanken auf. 

Ich begann viel zu recherchieren und zu lesen um mich irgendwie auf diese neue Situation einstellen zu können.


In der Bibliothek eine Rehaklinik, fiel mir dann eines Tages ein Buch über die jahrtausende alte Yogaphilosophie in die Hände. Der Klappentext machte mich irgendwie neugierig, so dass ich es mir auslieh. Der Inhalt fesselte und beeindruckte mich schließlich so sehr, dass ich all meine bisherigen Bedenken und Vorurteile beiseite schob. Ich meldete ich mich kurz entschlossen zu einem Yogakursangebot für Eltern und Begleitpersonen direkt in der Klinik an. Diese erste Unterrichtsstunde war für mich ein bewegendes Erlebnis. Mich so bewußt und intensiv einmal nur mit mir selbst zu beschäftigen war eine völlig neue Erfahrung für mich.

Die darauf folgende, regelmäßige Teilnahme an verschiedenen Yogakursen lehrte mich, dass Yoga im eigentlichen Sinne kein Sport ist. Yoga zu praktizieren ist vielmehr eine bewußte Körperarbeit. Ein ganzheitlicher Übungsweg hin zu mehr Achtsamkeit im alltäglichen Umgang mit sich selbst, wie auch mit allem um sich herum. 

Die Yogapraxis bietet Techniken und Übungen um den Stürmen des Lebens gestärkt und gelassener, mit mehr Freude und Klarheit begegnen zu können.


Im Zuge all der gravierenden Veränderungen für mich und meine Familie, wuchs in den folgenden Jahren der Wunsch, tiefer in die Theorie und Praxis des Yoga einzutauchen um die Zusammenhänge zwischen Körper und mentalem wie emotionalem Zustand besser verstehen zu können. Schon seit einigen Jahren schlummerte in mir der Gedanke, auch meinem Berufsleben eine neue und für mein Empfinden sinnvollere Ausrichtung geben zu wollen. Unser Körper, Geist und Seele sind letztendlich der Spiegel dessen, womit wir uns im Alltag beschäftigen und umgeben.

Jetzt gab es für mich eine ganz konkrete Richtung. Ich absolvierte eine Ausbildung zur Yogalehrerin für Yin Yoga bei der wunderbaren Stefanie Arendt und direkt im Anschluss daran eine 4jährige klassische Yogalehrerausbildung in Berlin. 


Yogaphilosophie und Yogapraxis halten zahllose Übungen und Techniken bereit die helfen, wieder mit dem eigenen Körper in Kontakt zu kommen, das innere Gleichgewicht wiederzufinden, zu reflektieren und gesunde wie sinnvolle Rückschlüsse für das eigene Leben zu ziehen.


Seit 2013 unterrichte ich als freiberufliche Yogalehrerin. Es erfüllt mich jeden Tag auf´s Neue mit Dankbarkeit und Freude, anderen Menschen etwas von dem reichhaltigen Yogaschatz vermitteln zu können, Erfahrungen zu teilen und sie mit Liebe und Begeisterung ein Stück auf Ihrem Yogaweg begleiten zu dürfen.

 

Wachstum und Veränderungen bestimmen unser gesamtes Leben. Regelmäßige Weiterbildungen, auch zu anderen ganzheitlichen oder therapeutischen Themen, befinde auch ich mich steht`s mittendrin in diesem Prozess.

Durch meine Weiterbildung zur  nivata® Yogatherapeutin und meine Ausbildung in integrativer Psychotherapie biete ich inzwischen auch Coaching und therapeutische Einzelarbeit an um Menschen in besonders herausfordernden Lebenssituationen zu begleiten oder bei psychischen Erkrankungen stabilisierend zu unterstützen. 


Selbst aktiv werden zu können und dadurch herauszufinden was mich körperlich, mental und auch emotional stärkt und immer wieder in Balance bringen kann, ist für mich die Essenz des Yoga.

In dem Maße wie es uns gelingt, freundlich, liebevoll und achtsam mit uns selbst umzugehen, wird es ebenso möglich alles um uns herum aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Es kann neuer Raum und Energie für positive Veränderungen auf allen Ebenen entstehen.


" Tue, was du liebst, und liebe, was du tust."

Beata Korioth

Daniela Düring


Yogalehrerin BDY / EYU

YinYoga Lehrerin

Yogatherapeutin (nivata®)